Hartlöten von Aluminium (CAB und Vakuum)
Beim Aluminiumlöten werden die einzelnen Komponenten durch eine Hartlöt-Legierung (Plattierung), deren Schmelzpunkt vorzugsweise unter dem des Grundmaterials liegt, miteinander verbunden. Die Plattierung wird für gewöhnlich neben oder zwischen die zu verbindenden Komponenten platziert. Anschließend wird die Baugruppe auf eine Temperatur von 580-615 °C erwärmt, so dass die Plattierung schmilzt. Dieser Vorgang kann in einem speziellen CAB-Ofen mit kontrollierter Atmosphäre oder in einem Vakuumofen erfolgen.
Die Herausforderung besteht darin, über einen spezifischen Zeitraum ein schmales Temperaturfenster von 10–20 °C zu gewährleisten, um ein perfektes Lötergebnis zu erzielen. Jede Über- oder Unterschreitung dieser Grenzwerte würde dazu führen, dass das Produkt als Ausschuss ausgesondert oder noch einmal bearbeitet werden muss. Während des Lötvorgangs muss die Temperatur der Produktchargen überwacht werden, um eine optimale Produktqualität und Verfolgbarkeit zu gewährleisten. Beim Einrichten eines neuen Prozesses (für neue Produkte) ist es erforderlich, den Ofen neu einzustellen und unter Umständen auch die Rezeptur zu überarbeiten, d. h. die Zonentemperaturen und die Durchlaufgeschwindigkeit anzupassen.
- Gewährleistung der Produktqualität und Ofenleistung durch regelmäßige Erstellung von Temperaturprofilen für die Chargen oder Schichten.
- Einrichtung neuer Rezepturen vor Produktionsbeginn und Prognose von Wärmeprofilen nach Feinabstimmung der Ofeneinstellungen.
- Identifikation potenziell kalter oder heißer Stellen einer Charge im Vakuumofen und auf Transportbändern in kontinuierlichen CAB-Öfen.
- Behebung von Produktionsproblemen vor deren Eintreten durch regelmäßiges Erstellen von Temperatur-Referenzprofilen unter idealen Betriebsbedingungen.
TemperaturprofilsystemeLiteratur und andere Reccourcen
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